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Krankenhausaufenthalte Vorbereiten

Weißt du, was das Schlimmste am Krankenhaus ist? Es ist so L-A-N-G-W-E-I-L-I-G! Wenn du längere Zeit dort bleiben musst, musst du das Wichtigste einpacken, wissen, wie du dich beschäftigen kannst und dich auf der Station zurechtfinden.

DAS WICHTIGSTE EINPACKEN

Für einen Krankenhausaufenthalt zu packen ist zwar nicht ganz das Gleiche wie für einen Urlaub, aber im Prinzip ist es ähnlich. Du brauchst etwas vertrautes, etwas, mit dem du mit anderen in Kontakt bleiben kannst und etwas gegen die Langeweile. Hier sind ein paar Dinge, die andere bei Krankenhausaufenthalten für unverzichtbar halten:

  • Warme Fußbekleidung, z. B. Pantoffeln, wenn du über die Station läufst.
  • Bequeme Kleidung, z. B. weite T-Shirts und Jogginghosen
  • Smartphone oder Tablet: Lade dir ein paar Spiele, Apps, E-Books oder Podcast herunter, um dich zu beschäftigen. Außerdem haben viele Krankenhäuser kostenlose Angebote, wie beispielsweise Plattformen, auf denen du dir verschiedenste Zeitschriften, Bücher und Hörspiele anhören kannst. Informiere dich hierüber am besten vor Ort.
  • Ladegerät: Vergiss niemals das Ladegerät!
  • Rätsel- oder Malbücher: Achtsamkeitsmalbücher liegen gerade voll im Trend!
  • Süßigkeiten oder Getränke, die du gern magst. Aber Achtung: Vorher immer einmal mit dem Arzt besprechen, was erlaubt ist. So sind beispielsweise Nüsse oder Salami während des Zelltiefs verboten!
  • Kopfhörer, um dir Videos, Musik, Hörbücher oder Podcasts anzuhören. Wenn du sie dir auf einem mobilen Gerät anhörst, lade sie vorher herunter oder mach sie offline verfügbar, falls es im Krankenhaus Probleme mit der Internetverbindung gibt.
  • Oder – ganz retro – einen MP3-Player, eine tragbare Spielekonsole oder einen tragbaren DVD-Player
  • Wichtige Körperpflegeprodukte: Feuchtigkeitscreme, Handcreme und Lippenpflege können besonders hilfreich sein.
  • Notizbuch und Stift
  • Etwas Geld, falls du etwas aus dem Laden brauchst – oder wenn du einen anständigen Kaffee möchtest!
  • Bücher und Zeitschriften
  • Fotos oder andere wertvolle Gegenstände, die du bei dir haben möchtest – vor allem etwas, das dich aufmuntert.

AKTIVITÄTEN GEGEN LANGEWEILE UND UNTERHALTUNG

Im Krankenhaus zu liegen kann wirklich öde sein. Es ist normal, einfach abschalten zu wollen. Es ist dir vielleicht nicht bewusst, aber Langeweile kann sich sogar auf deine Stimmung auswirken. Dann fühlst du dich deprimiert. Natürlich solltest du deinem Körper Ruhe gönnen. Aber wenn du dein Gehirn in Bewegung hältst, hast du etwas Positives, auf das du dich konzentrieren kannst.

Hier sind einige Ideen, damit du nicht ständig auf die Uhr schaust. 

Durch Technik in Verbindung bleiben

Viele Krankenhäuser haben heute kostenloses WLAN. So kannst du per E-Mail mit deinen Freunden in Kontakt bleiben oder weiter die sozialen Netzwerke nutzen, wenn deine Eltern nichts dagegen haben. Wenn du Zugang zu Websites wie Netflix oder Hulu hast, kannst du dir eine neue Serie aussuchen und ganz von Anfang an anschauen. 

Besucher einladen

Bitte deine Freunde und Familie, dich oft zu besuchen. Sie können dich aufheitern und zum Lachen bringen. Außerdem können sie dir Sachen von zu Hause mitbringen, die dir normalerweise Spaß machen, z. B. Zeitschriften, Brettspiele, Spielkarten oder Videospiele.  

Etwas Neues lernen

Stricken, Malen, Basteln, Werken, Musiktherapie oder Meditationstechniken … Du kannst beispielsweise Malen lernen oder Schmuck und Schlüsselanhänger aus Perlen basteln. 

Kontakt mit anderen Patienten

Frag die Pfleger, ob sie gemeinsame Aktivitäten für dich und andere Patienten in deinem Alter oder mit deiner Diagnose organisieren können. Wenn es dir gut genug geht, kannst du auch in die Gemeinschaftsräume gehen und mit anderen Patienten und Familien sprechen.

Selbsthilfegruppen und Kurse

Es werden unterschiedliche Selbsthilfegruppen und Programme angeboten. Einige Krankenhäuser bieten auch kostenlose Kosmetikbehandlungen oder Sporttherapien, etc. für Krebspatienten an. Frag die Pfleger, was angeboten wird. 

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