642

643

Tipps für den Umgang mit krebsbedingter Fatigue 

Img_enfant_peluche

Erschöpfung (Fatigue) gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung. Sie kann akut (kurzfristig) oder chronisch (langfristig) sein. Es ist schwer nachzuvollziehen, wie müde Krebspatienten sich während der Behandlung manchmal fühlen. Kinder scheinen oft nicht viel zu tun, wodurch sie ermüden könnten, aber für ihren Körper ist der Kampf gegen den Krebs und die Auswirkungen der Behandlung Schwerstarbeit. Dann können Kinder erschöpft sein und keine Energie haben. Manchmal hält die Fatigue bis lange nach dem Ende der Behandlung an. Planen Sie ausreichend Pausen ein, wenn das Kind keine Energie hat. Kinder, deren Gehirn bestrahlt wird, haben meist ein hohes Schlafbedürfnis. Mediziner bezeichnen das als „Somnolenz“. 

Wie fühlt es sich an?

Menschen empfinden Fatigue unterschiedlich. Menschen mit krebsbedingter Fatigue geben an, dass sie sich schwach, erschöpft, benommen, lustlos, verwirrt oder ungeduldig fühlen. Einige beschreiben sie als „Ganzkörpererfahrung“ und sagen, sie „könnten sich einfach nicht bewegen“. Einige leiden an schweren oder schmerzenden Gliedern und geraten schon bei der geringsten Anstrengung außer Atem.

Viele Menschen haben noch nie etwas erlebt, was mit krebsbedingter Fatigue vergleichbar wäre. Sie ist oft schwer zu beschreiben und für andere nur schwer zu verstehen.

Tipps für den Umgang mit Fatigue und Schläfrigkeit: 

  • Verringern Sie die Zahl der Besucher, die gleichzeitig da sind. (Besucher sind großartig, aber zu viele können anstrengend sein!).
  • Bieten Sie regelmäßig Speisen und Getränke an, um die Energiereserven wieder aufzufüllen.
  • Planen Sie Ruhezeiten ein.
  • Ermutigen Sie das Kind zu weniger anstrengenden Tätigkeiten, z. B. Lesen oder Fernsehen.
  • Helfen Sie bei alltäglichen Verrichtungen (Waschen, Anziehen und Essen), wenn das Kind sehr wenig Energie hat.
  • Vermeiden Sie Ausflüge, bei denen längere Strecken zu Fuß zurückgelegt werden müssen, ebenso wie Menschenmengen und überfüllte Orte.
  • Schaffen Sie sowohl zu Hause als auch im Krankenhaus eine ruhige, bequeme und beruhigende Umgebung.
  • Unternehmen Sie möglichst Dinge, die Ihrem Kind Spaß machen. Viele Kinder erfahren durch die Freude, die sie erleben, wenn Sie gemeinsam mit Freunden lachen oder mit einem Hund spielen, einen regelrechten Energieschub.
  • Musik hören, Lesen und Meditation sind körperlich nicht anstrengend, können Ihrem Kind aber helfen, sich zu entspannen. 
  • Ein Physiotherapeut kann ein Übungsprogramm entwickeln, um Kraft und Ausdauer Ihres Kindes zu verbessern.
  • Wenn Ihr Kind nur wenig Appetit hat, bieten Sie ihm, wenn es wach ist, alle zwei bis drei Stunden gesunde Speisen an. Achten Sie darauf, dass die einzelnen Snacks möglichst viele Nährstoffe enthalten. Bitten Sie Ihren Ernährungsberater um Vorschläge.

War dieser Artikel hilfreich?